Bestattungen Erwin Pfeil

Totenmaske

SPUREN EINES LEBENS

Nicht nur in Erinnerung, sondern greifbar und tastbar. Die Abnahme einer Totenmaske oder ein Fingerabdruck geschieht durch meine werkenden Hände.

Mario Meyer, als einziger Totenmaskenbildner (BDB) in Gelsenkirchen im Bestattungsinstitut Erwin Pfeil.

Der Sinn einer Totenmaske:
Vergangenes bewahren und in die Zukunft hineintragen

Während das Wort „Maske“ im herkömmlichen Sinn einen Teil des Gesichtes verdeckt, vollbringt die Totenmaske genau das Gegenteil. Sie gibt etwas frei, was in dieser Form einzigartig ist: der unwiederbringliche Augenblick des Totes wird für immer festgehalten, - der verstorbene Mensch lässt uns teilhaben am letzten Augenblick seines Lebens, nachdem der letzte Atem ausgehaucht ist.

Manchmal wird für uns der verstorbene Mensch erst jetzt in seiner gesamten Schönheit unverstellt sichtbar, wenn alles Irdische losgelassen wurde, wenn Schmerz oder Todeskampf vorbei sind und das Antlitz nun Entspannung, Frieden und Verklärung ausstrahlt.

Anders als mit einer Fotografie wird es möglich, diesen unvergänglichen Spuren immer wieder nachzugehen: Jede Furche, jede kleinste Falte – Zeichen gelebten Lebens – kann mit dem Finger noch einmal ertastet werden, jede Pore, jede Einzigartigkeit des Gesichtes kann immer wieder erspürt werden.

Gleichzeitig wird der Tod im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“, was besonders bei plötzlichem oder frühem Tod hilfreich sein kann, um die Endgültigkeit des Lebens zu realisieren.

Oft werden diese Augenblicke der Berührung zu intensiven meditativen Erfahrungen, in dem die gemeinsame Zeit im Rückblick noch einmal erlebbar und wertgeschätzt wird. In einem inneren Zweigespräch mit dem Verstorbenen kann im Laufe der Zeit Aussöhnung erfolgen mit dem, was weniger gut gelungen ist im gemeinsamen Leben und somit von unschätzbarem Wert für den gesamten Trauerweg werden in eine befreite Zukunft hinein.